60 Zeichnungen Bremer Künstlerinnen: Ausstellung ab 22. Juli

Moderne Kunstgalerie mit gerahmten Zeichnungen an einer hellen, professionell beleuchteten weißen Wand.

Die Ausstellung „Mehr Frauen! Bremer Künstlerinnen auf Papier“ ist vom 22. Juli bis einschließlich 8. November 2026 in der Kunsthalle Bremen zu sehen. Sie zeigt 60 Zeichnungen von Künstlerinnen aus Bremen und dem Umland. Der Besuch richtet sich besonders an Menschen, die Kunst auf Papier und die Geschichte regionaler Künstlerinnen entdecken möchten. Die Kunsthalle nennt in den vorliegenden Angaben weder Eintrittspreis noch Buchungsdetails.

Wann und wo läuft die Ausstellung?

Die Schau findet in der Kunsthalle Bremen statt. Eine Adresse und Öffnungszeiten sind in den bereitgestellten Informationen nicht aufgeführt; auch eine Startzeit wird nicht genannt. Vor der Anreise sollten Besucherinnen und Besucher deshalb die aktuellen Besuchsangaben auf der Website der Kunsthalle prüfen.

Die 60 ausgewählten Werke stammen aus dem Bestand des Kupferstichkabinetts. Sie wurden im Forschungsprojekt „Handzeichnungen HB“ untersucht. Das Projekt brachte einen besonderen Befund für die Sammlung ans Licht: Gemessen am männlich geprägten Gesamtbestand bewahrt das Kupferstichkabinett überdurchschnittlich viele Zeichnungen von Bremer Künstlerinnen. Zu sehen sind unterschiedliche Techniken, darunter Bleistiftzeichnungen, Aquarelle und Kohleskizzen.

Was die Werke über Bremer Künstlerinnen erzählen

Die Ausstellung verfolgt Verbindungslinien zwischen den Künstlerinnen und ihre Verwurzelung in Bremen und dem Umland. Ihr zeitlicher Ausgangspunkt ist die Gründung des Bremer Malerinnenverbands im Jahr 1899; der Blick reicht bis in die Nachkriegszeit.

60 Zeichnungen Bremer Künstlerinnen: Ausstellung ab 22. Juli

Ein zentraler Teil dieser Geschichte ist die Ausbildung. Frauen durften bis 1919 nicht an staatlichen Kunstakademien studieren, wodurch ihre Ausbildungsmöglichkeiten stark eingeschränkt waren. Künstlerinnen organisierten sich auch deshalb in Netzwerken: Bremerinnen gründeten 1899 den Malerinnenverband und gehörten ab 1928 der GEDOK an, der „Gemeinschaft deutscher und oesterreichischer Künstlerinnen und Kunstfreundinnen“.

In Worpswede, Fischerhude und Dötlingen lebten Künstlerinnen und Künstler Tür an Tür. Dort wurde die nächste Generation im Malen und Zeichnen unterrichtet – außerhalb der Akademien. Aus diesen Verbindungen gingen Künstlerdynastien wie die Familien Modersohn, Plump und Breling hervor. Bekanntschaften aus den Künstlerorten und der GEDOK entwickelten sich zudem zu Freundschaften. So verbindet die Ausstellung einzelne Blätter mit den Netzwerken, die künstlerisches Lernen und Zusammenarbeiten ermöglichten.

Was vor dem Besuch noch zu klären ist

Die Veranstaltungsinformation nennt keinen Eintrittspreis und macht keine Angaben zu Öffnungszeiten, Buchung, Anreise oder Barrierefreiheit. Für diese Besuchsdetails sollten Interessierte die aktuelle Ausstellungsseite der Kunsthalle Bremen aufrufen. Wer die untersuchten Werke unabhängig vom Ausstellungsbesuch ansehen möchte, findet alle Arbeiten aus dem Forschungsprojekt „Handzeichnungen HB“ im Online-Katalog der Kunsthalle.

Quelle: Kunsthalle Bremen – Ausstellungen

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