Bremerhaven erinnert an die Opfer des Novemberpogroms

Ein steinerner Gedenkstein mit der Inschrift In Memoriam für die Opfer des Nationalsozialismus.

Am Montag, 9. November 2026, findet in Bremerhaven eine öffentliche Gedenkveranstaltung für die jüdischen Opfer des Nationalsozialismus statt. Beginn ist um 11.30 Uhr am Synagogengedenkstein in der Ludwigstraße, Ecke Schulstraße. Die Teilnahme ist öffentlich; Angaben zu Anmeldung, Kosten, Anreise und Barrierefreiheit liegen in der Mitteilung nicht vor.

Rede, Kaddisch und Kranzniederlegung am Gedenkstein

Furkan Yüksel, Referent an der Bildungsstätte Anne Frank in Frankfurt am Main, hält die Rede „Antisemitische Erfahrungen heute“. Anschließend spricht Dr. Jochen Sieper, zweiter Vorsitzender der Menorah – Liberale jüdische Gemeinde Bremer/Bremerhaven e. V., das Kaddisch, das traditionelle jüdische Totengebet. Zum Abschluss legen die Teilnehmenden gemeinsam einen Kranz nieder.

Bremerhaven erinnert an die Opfer des Novemberpogroms

Veranstalter ist das Kulturamt Bremerhaven. Für Besucherinnen und Besucher sind damit Ort, Beginn und Ablauf der öffentlichen Veranstaltung benannt. Wer teilnehmen möchte, kann am 9. November um 11.30 Uhr zum Synagogengedenkstein kommen.

Bremerhaven erinnert an die Opfer des Novemberpogroms

Der 9. November erinnert an den Beginn der Verfolgung

Das Novemberpogrom begann in der Nacht vom 9. auf den 10. November 1938. Die Mitteilung ordnet die Ereignisse als Wendepunkt ein: Mit den Angriffen auf jüdische Menschen, Synagogen und Geschäfte wurde die staatlich organisierte Verfolgung sichtbar verschärft. Die Bezeichnung „Reichskristallnacht“ gilt als verharmlosend; gebräuchlich ist heute „Novemberpogrom“ oder „Reichspogromnacht“.

Laut den im Veranstaltungshinweis genannten Zahlen wurden in dieser Nacht deutschlandweit 91 Jüdinnen und Juden ermordet und etwa 30.000 Menschen verhaftet. 280 Synagogen sowie zahlreiche Geschäfte wurden niedergebrannt oder zerstört. Die Bremerhavener Gedenkveranstaltung verbindet das Erinnern an diese Verbrechen mit der Auseinandersetzung mit antisemitischen Erfahrungen in der Gegenwart.

Quelle: City of Bremerhaven Magistrate Press Releases

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