Frankfurt: Kino-Spaziergang führt zu 16 historischen Stationen

Ein leerer Kinosaal mit roten Vorhängen und Sesseln in Frankfurt am Main.

Ab dem Hauptbahnhof führt ein neuer digitaler Rundgang durch die frühe Kinogeschichte Frankfurts. Die 16 Stationen verlaufen entlang der Kaiserstraße und in angrenzende Straßen des Bahnhofsviertels. Sie reichen von den Vorläufern des Kinos im 19. Jahrhundert bis ins ausgehende 20. Jahrhundert.

Der Rundgang startet am 16. Oktober

Zum Start laden die Macherinnen und Studierende der Goethe-Universität am Freitag, 16. Oktober, um 14 Uhr zu einem gemeinsamen Spaziergang ein. Treffpunkt ist das Kaisertor vor dem EuroShop in der Kaiserstraße 74. Die Teilnahme ist kostenlos, eine Anmeldung ist nicht nötig. Mitgebracht werden sollen Smartphone und Kopfhörer.

Frankfurt: Kino-Spaziergang führt zu 16 historischen Stationen

Der Audiowalk ist ab Mitte Oktober im Themenlayer „Frankfurt Stories“ der Frankfurt History App des Historischen Museums verfügbar und frei zugänglich. Konzeption, Recherche und Texte stammen von Studierenden der Filmwissenschaft an der Goethe-Universität. Entstanden ist der Rundgang in einem Seminar zur Kinogeschichte als Stadtgeschichte.

Frankfurt: Kino-Spaziergang führt zu 16 historischen Stationen

Auf der Kaiserstraße begann Frankfurts Kinogeschichte

Das Bahnhofsviertel entwickelte sich Ende des 19. Jahrhunderts zu einem repräsentativen Stadtteil. An der Kaiserstraße, damals eine wichtige Geschäfts- und Flaniermeile, eröffneten ab 1906 die ersten ortsfesten Kinos Frankfurts. Der Rundgang ordnet ihre Lage in das damalige Umfeld ein und zeigt, wie sich Programm, Publikum und die Rolle des Kinos im Stadtalltag wandelten.

Einige Gebäude sind noch erhalten, werden heute aber anders genutzt. Dazu zählen das frühere Union-Theater, später als Lichtburg bekannt, sowie Häuser, in denen das Castans Panoptikum, das Aki und das Luxor untergebracht waren. An weiteren Spielstätten erinnern Beschreibungen und historische Bilder in der App. Von mehr als 100 Kinos, die im Laufe der Zeit im Stadtgebiet eröffnet wurden, ist heute vielfach kaum noch etwas sichtbar.

Quelle: City of Frankfurt Press News

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