Freiburgs Augustinermuseum zeigt Schwarzwaldschätze neu

Das Schloss Neuschwanstein in den bayerischen Alpen unter einem teilweise bewölkten blauen Himmel.

Mehr als 82.000 Menschen haben das vollständig wiedereröffnete Augustinermuseum in Freiburg bis Ende September besucht. Ab Samstag, 10. Oktober, sehen Gäste in den Schwarzwald-Räumen statt einer digital animierten Installation historische Originale aus der Sammlung. Bei einem Pressetermin am 9. Oktober stellten Kulturbürgermeister Roland Meder und Jutta Götzmann, Leitende Direktorin der Museen Freiburg, die neue Präsentation und die erste Besucherbilanz vor.

82.494 Besuche seit der Gesamteröffnung

Seit der Wiedereröffnung des Hauses am 28. Februar wurden bis zum 30. September insgesamt 82.494 Besuchende gezählt. Das mehr als 100 Jahre alte Museum ist nach über 20 Jahren Bauzeit wieder vollständig geöffnet und bietet rund 3.400 Quadratmeter Ausstellungsfläche.

Auch die Vermittlungsangebote wurden genutzt: 256 Erwachsenengruppen, Schulklassen und Kitagruppen kamen ins Museum. Seit März umfasst das Programm Führungen, Workshops, Lesungen und Familienangebote. Hinzu kamen etwa eine Konzertreihe in der Welte-Lounge sowie Themenführungen zu Protest und Revolution, Stadtgeschichte und Schatzkammer.

Historische Originale ersetzen die Schwarzwald-Installation

Die neue Präsentation verteilt sich auf drei Räume und rund 200 kulturgeschichtliche Exponate. Gemälde, historische Fotografien, Glas- und Keramikobjekte sowie Alltagsgegenstände wie Kleidung und Schlittschuhe zeigen den Schwarzwald jenseits vertrauter Motive wie Bollenhut und Kuckucksuhr.

Ein Raum beleuchtet, wie Menschen ihren Lebensunterhalt sicherten: Dazu gehörten Glas- und Textilherstellung, Bergbau und Eisenverhüttung ebenso wie Strohflechterei, Hinterglasmalerei und Uhrmacherei. Ein weiterer widmet sich den farbenfrohen Trachten, die im 19. Jahrhundert auch soziale Stellung und regionale Herkunft ausdrückten. Der dritte stellt dem idyllischen Bild der Region die von Entbehrungen, Hierarchien und der Mitarbeit aller Familienmitglieder geprägte Lebenswirklichkeit gegenüber.

Digitale Stationen greifen Themen wie Ausgrenzung und persönliche Vorstellungen vom Schwarzwald auf. Wer möchte, kann zudem eine hölzerne Rückentrage, die sogenannte „Krätze“, ausprobieren. Die Präsentation ist ab dem 10. Oktober zu sehen.

Quelle: City of Freiburg Press Releases

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Kulturredaktion

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