Heizkostenabrechnung 2025: Frist und Belege prüfen

Klassischer weißer Heizkörper unter einem Fenster in einer deutschen Wohnung zur Heizkostenabrechnung.

Wer für das Kalenderjahr 2025 eine Betriebskostenabrechnung mit Heizkosten erhält, sollte Frist, Verbrauchswerte und Belege prüfen. Die Abrechnung muss grundsätzlich bis zum 31. Dezember 2026 zugehen. Für andere Abrechnungszeiträume gilt eine entsprechend andere Frist; nach Zugang bleibt Mietern grundsätzlich ein Jahr, um Einwendungen mitzuteilen.

Bis wann muss die Abrechnung vorliegen?

Nach § 556 Absatz 3 BGB muss die Abrechnung dem Mieter spätestens zwölf Monate nach Ende des Abrechnungszeitraums zugehen. Endete dieser am 31. Dezember 2025, läuft die Frist regelmäßig am 31. Dezember 2026 ab. Entscheidend ist der individuelle Zeitraum, der in Mietvertrag oder Abrechnung genannt wird.

Geht die Abrechnung später ein, kann eine Nachforderung grundsätzlich ausgeschlossen sein. Das Gesetz sieht jedoch Ausnahmen vor, etwa wenn der Vermieter die Verspätung nicht zu vertreten hat. Ob das im Einzelfall zutrifft, lässt sich nicht pauschal beurteilen. Ein Guthaben können Mieter auch nach Ablauf der Abrechnungsfrist geltend machen.

Diese Angaben bei den Heizkosten vergleichen

Die Abrechnung sollte erkennen lassen, welche Gesamtkosten angesetzt wurden, wie sie auf die Wohnungen verteilt wurden und welcher Anteil auf die eigene Wohnung entfällt. Prüfen Sie insbesondere:

Heizkostenabrechnung 2025: Frist und Belege prüfen
  • den Abrechnungszeitraum und die aufgeführten Heiz- und Warmwasserkosten;
  • den verwendeten Verteilerschlüssel und den eigenen Anteil;
  • die abgelesenen Verbrauchswerte sowie mögliche Schätzungen;
  • Vorauszahlungen und deren vollständige Anrechnung.

Vergleichen Sie den Verbrauch mit den Vorjahren, möglichst für ähnlich lange Zeiträume. Ein deutlicher Unterschied kann einen Anlass zur Nachfrage geben, beweist aber für sich allein keinen Fehler: Wetter, Wohnverhalten, Leerstand, Gerätewechsel oder eine Schätzung können Werte beeinflussen. Prüfen Sie auch, ob Zählerstände und Ablesezeiträume plausibel sind.

Belegeinsicht verlangen und Einwendungen mitteilen

Mieter dürfen die Belege einsehen, auf denen die Abrechnung beruht. Bitten Sie den Vermieter schriftlich um Einsicht und nennen Sie die fraglichen Kostenpositionen oder Werte. Dazu können etwa Rechnungen für Brennstoff, Wartung und Ablesung sowie Unterlagen zur Verteilung gehören. Fragen Sie, wann und wo die Einsicht möglich ist; je nach Umständen kann auch eine andere Form der Belegvorlage in Betracht kommen.

Wer einen Fehler vermutet, sollte die konkrete Position zeitnah schriftlich beanstanden und die Belegeinsicht dokumentieren. Für Einwendungen gilt grundsätzlich eine Frist von zwölf Monaten ab Zugang der Abrechnung. Zahlen Sie eine verlangte Nachforderung nicht ohne Prüfung einfach verspätet oder gar nicht; bei Unsicherheit können Mieterverein oder Verbraucherzentrale den Einzelfall einordnen. Diese Hinweise ersetzen keine individuelle Rechtsberatung.

Quelle: Gesetze Im Internet

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Deutschland-Redaktion

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