Jüdische Sammlungen prägen Leipzigs Kunstgeschichte im MdbK: what residents need to know

Eine Reihe von gerahmten Kunstwerken hängt ordentlich an einer weißen Galeriewand im Museum.

Im Museum der bildenden Künste Leipzig treffen Gemälde, Skulpturen und Arbeiten auf Papier aus elf jüdischen Privatsammlungen aufeinander. Die Ausstellung „Vier Wände voller Kunst“ erzählt, wie jüdische Familien das Kunstleben der Stadt mitprägten – und wie Verfolgung und Verlust diese Geschichte aus dem öffentlichen Gedächtnis drängten.

Ort: Museum der bildenden Künste Leipzig (MdbK)
Ausstellungszeitraum: im bereitgestellten Quelltext nicht genannt
Eintritt und Buchung: Angaben dazu liegen in den vorliegenden Informationen nicht vor.
Für wen: für Besucherinnen und Besucher, die sich für Kunst des 19. und 20. Jahrhunderts, Leipziger Kulturgeschichte und jüdische Sammlungen interessieren.

Elf Sammlungen und ein enges Leipziger Netzwerk

Die Ausstellung vereint Werke aus den Sammlungen von elf jüdischen Familien, darunter Erna und Wilhelm Breslauer, Martha und Henri Hinrichsen sowie Clara (Cläre) und Gustav Kirstein. Ihre Bestände umfassen Werke des französischen und deutschen Impressionismus, der Klassischen Moderne und weiterer Kunstschaffender des 19. und 20. Jahrhunderts.

Die Sammlerinnen und Sammler förderten Künstlerinnen und Künstler, unterstützten Museen und waren untereinander sowie mit der Kunstszene verbunden. Historische Fotografien, Publikationen und Archivalien ergänzen die Kunstwerke und geben Einblick in das Leben der Familien. So zeigt „Vier Wände voller Kunst“ nicht nur, was gesammelt wurde, sondern auch, wie Kunstrezeption, Kunstmarkt und Mäzenatentum in Leipzig miteinander verflochten waren.

Verfolgung und Verlust gehören zur Ausstellungsgeschichte

Mit der Gründung der Israelitischen Religionsgemeinde 1847 wuchs Leipzigs jüdische Bevölkerung. 1925 lebten mehr als 13.000 Jüdinnen und Juden in der Stadt; die Gemeinde war damals die sechstgrößte in Deutschland. Die Ausstellung stellt diese kulturelle Präsenz der Verfolgung durch den Nationalsozialismus gegenüber: Jüdische Familien wurden entrechtet, verfolgt, beraubt, vertrieben und ermordet. Ihr Engagement für das Leipziger Kulturleben geriet dadurch weitgehend in Vergessenheit.

Das MdbK hat nach eigenen Angaben mehr als zwei Jahre an der Aufarbeitung gearbeitet. Die Biografien der Familien sind eng mit der Geschichte des Museums verwoben. Die Präsentation macht den Verlust sichtbar, den die nationalsozialistische Verfolgung für die Kunst und Stadtkultur Leipzigs bedeutete.

Begleittagung im Oktober, Ausstellungsdaten offen

Am 28. und 29. Oktober 2026 findet im MdbK die Fachtagung „Leerstellen. Provenienzforschung als Zugang zu jüdischer Kultur und Museumsgeschichte in Sachsen“ statt. Sie ergänzt die Ausstellung um die Frage, wie Herkunftsforschung Zugang zu jüdischer Kultur und Museumsgeschichte eröffnet.

Der genaue Ausstellungszeitraum ist im bereitgestellten Quelltext nicht angegeben. Auch Informationen zu Eintrittspreisen, Buchung, Öffnungszeiten, Anreise und Barrierefreiheit sind dort nicht enthalten. Das MdbK nennt auf seiner Ausstellungsseite ein separates Programm für Bildungseinrichtungen sowie das Programm der Fachtagung.

Quelle: Museum der bildenden Künste Leipzig – Ausstellungen

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