Neuzugewanderte in Würzburg finden leichter lokale Hilfe

Ein Reisepass und Dokumente auf einem Klemmbrett als Symbol für bürokratische Unterstützung.

Wer neu in Würzburg ankommt, kann lokale Beratungs- und Unterstützungsangebote jetzt auch über die mehrsprachige Plattform Integreat finden. Die App ist kostenlos, auf die Stadt zugeschnitten und teilweise ohne dauerhafte Internetverbindung nutzbar. Der offizielle Start wurde am 19. Oktober 2026 bekannt gegeben.

Diese Würzburger Angebote bündelt Integreat

Die App führt Informationen zu Behörden, Sprache, Bildung und Ausbildung, Arbeit, Wohnen, Gesundheit sowie Familie und Kindern zusammen. Sie nennt außerdem Beratungs- und Unterstützungsangebote, Freizeit- und Begegnungsmöglichkeiten sowie wichtige Kontakte und Notfallinformationen.

Zu den Einträgen gehören Adressen, Kontaktdaten, Öffnungszeiten und weiterführende Hinweise. Die Inhalte werden mehrsprachig bereitgestellt und an die örtlichen Gegebenheiten angepasst. So kann Integreat dabei helfen, passende Anlaufstellen zu finden, wenn die lokalen Strukturen noch neu sind oder Sprachbarrieren den Zugang erschweren.

Das Angebot richtet sich auch an Fachkräfte, Ehrenamtliche, Beratungsstellen, Angehörige und andere Menschen, die Informationen weitergeben. Die Plattform ergänzt die persönliche Beratung; sie ersetzt sie laut Stadt nicht.

So lässt sich die App nutzen

Integreat kann kostenlos auf dem Smartphone verwendet werden. Ein Teil der Informationen bleibt auch ohne permanente Internetverbindung abrufbar. Wer keine App nutzen möchte, kann auf die Webversion zugreifen.

Neuzugewanderte in Würzburg finden leichter lokale Hilfe

Die Plattform wurde gemeinsam von der Stadt Würzburg und dem Integreat-Projektteam von Tür an Tür – Digitalfabrik eingeführt. Victoria Jung koordiniert die Einführung und Inhalte im Fachbereich Integration, Inklusion und Senioren. Schul- und Sozialreferentin Eva von Vietinghoff-Scheel bezeichnete Integreat als gemeinsames Werkzeug für Orientierung und Teilhabe.

Lokale Informationen für den Alltag in Würzburg

Nach Angaben der Stadt nutzen bereits 132 Städte, Landkreise und Bundesländer Integreat für lokale, mehrsprachige Informationen. Mit dem Start in Würzburg sollen Zugewanderte schneller Hinweise auf passende Unterstützung und Möglichkeiten zur gesellschaftlichen Teilhabe finden.

Oberbürgermeister Martin Heilig erklärte, die Einführung sei auch durch eine zweckgebundene Erbschaft zur Unterstützung von Geflüchteten in Würzburg ermöglicht worden. Die Stadt setzt darauf, dass lokale Akteurinnen und Akteure die Inhalte aktuell halten.

Quelle: City of Wuerzburg Press Releases

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