Oldenburg übt für Extremhitze: So soll die Stadt vorbereitet sein

Ein Soldat in Tarnfleck-Uniform spricht mit einer Frau und einem Mann in einem Büro.

Oldenburg hat drei Tage lang geübt, wie die Stadt auf anhaltende Extremhitze und Trockenheit reagieren könnte. Der Katastrophenschutzstab bewertete dafür eine zunächst unbekannte Lage, stimmte Maßnahmen ab und erprobte die Zusammenarbeit mit Polizei, Technischem Hilfswerk und Bundeswehr.

Das Szenario war eine Übung, kein aktueller Notfall. Die Stadt wertet die Erkenntnisse nun aus und will sie in die weitere Arbeit des Katastrophenschutzes einfließen lassen. Wer sich über persönliche Notfallvorsorge informieren möchte, findet Hinweise auf der Notfall-Informationsseite der Stadt.

Wochenlange Hitze und knappe Wasserressourcen im Szenario

In der angenommenen Lage lagen die Temperaturen seit Wochen zwischen 36 und mehr als 41 Grad Celsius; auch nachts kühlte es kaum ab. Trockenheit erhöhte die Wald- und Graslandbrandgefahr und belastete die Wasserressourcen. Eine kurzfristige Wetteränderung war im Übungsszenario nicht absehbar.

Oldenburg übt für Extremhitze: So soll die Stadt vorbereitet sein

Im weiteren Verlauf litten besonders ältere, chronisch kranke und pflegebedürftige Menschen unter der Hitze. Zugleich stiegen die angenommenen Belastungen für Rettungsdienst und Krankenhäuser sowie für die Wasser- und Stromversorgung. Die Lage sollte damit zeigen, wie mehrere Bereiche gleichzeitig gefordert sein können.

Stadt prüfte Abläufe und Zusammenarbeit

Die Mitglieder des Katastrophenschutzstabs kannten das Szenario vorab nicht. An jedem Übungstag bewerteten sie die Entwicklung, stimmten Maßnahmen ab und trafen Entscheidungen. Zum Tagesende wurde die Lage angehalten und am Folgetag auf dieser Grundlage weiterentwickelt.

Oldenburg übt für Extremhitze: So soll die Stadt vorbereitet sein

Auch die Zusammenarbeit mit verschiedenen Organisationseinheiten und Einsatzpartnern gehörte zur Übung. Brigadegeneral Joachim Hoppe, Standortältester von Oldenburg, informierte sich währenddessen über die Strukturen und Abläufe der Stabsarbeit. Der Austausch drehte sich auch um die Vernetzung der beteiligten Stellen bei länger andauernden Schadenslagen.

Erkenntnisse fließen in die Katastrophenschutzarbeit ein

Die Stadt will die Ergebnisse nun auswerten. Jens Spekker, Leiter der Berufsfeuerwehr und der unteren Katastrophenschutzbehörde, hob klare Kommunikationswege, verlässliche Informationen und die Abstimmung zwischen Fachbereichen und Einsatzorganisationen als zentrale Punkte hervor.

Oldenburg übt für Extremhitze: So soll die Stadt vorbereitet sein

Der Katastrophenschutzstab wird bei Katastrophen oder anderen bedrohlichen Szenarien einberufen und koordiniert die Krisenbewältigung. Zu seinen Aufgabenbereichen zählen unter anderem Personaleinsatz, Kommunikation, die Versorgung von Einsatzkräften sowie Presse- und Medienarbeit. Geleitet wird der Stab von der Oberbürgermeisterin oder dem Oberbürgermeister und den Dezernentinnen und Dezernenten. Die Stadt verweist für Informationen zur persönlichen Vorsorge auf ihr Notfallangebot.

Quelle: City of Oldenburg Press Releases

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