Heizkostenabrechnung: Diese Fristen sollten Mieter prüfen

Taschenrechner und Dokumente auf einem Schreibtisch zur Prüfung der Heizkostenabrechnung für Mieter.

Wer im Herbst seine Heizkostenabrechnung prüft, sollte zuerst den Abrechnungszeitraum und den Tag des Zugangs notieren. Die Fristen können darüber entscheiden, ob eine Nachforderung noch geltend gemacht werden darf. Ob eine konkrete Forderung berechtigt ist, lässt sich aber nur anhand der vollständigen Abrechnung und des Mietvertrags beurteilen.

Abrechnungszeitraum und Zugang kontrollieren

Die Heizkosten werden üblicherweise zusammen mit den übrigen Betriebskosten abgerechnet. Vermieter müssen die Betriebskostenabrechnung spätestens zwölf Monate nach Ende des Abrechnungszeitraums mitteilen. Endet der Zeitraum zum Beispiel am 31. Dezember, muss die Abrechnung grundsätzlich bis zum 31. Dezember des Folgejahres zugehen. Nach Ablauf dieser Frist sind Nachforderungen im Regelfall ausgeschlossen; Ausnahmen gelten, wenn der Vermieter die Verspätung nicht zu vertreten hat.

Für Mieter gilt ebenfalls eine Frist: Einwendungen gegen die Abrechnung müssen grundsätzlich innerhalb von zwölf Monaten nach ihrem Zugang mitgeteilt werden. Wer einen Fehler vermutet, sollte deshalb nicht bis zum Ende dieser Frist warten, sondern den Einwand schriftlich festhalten und die Belege prüfen. Hinweise dazu, welche Unterlagen, Abschläge und Beratung bei Unstimmigkeiten helfen können, bietet der Ratgeber zur Heizkostenabrechnung prüfen.

Diese Angaben Schritt für Schritt vergleichen

Prüfen Sie die Abrechnung der Reihe nach. Halten Sie bei Unklarheiten fest, welche Position oder welcher Zeitraum betroffen ist.

  • Stimmen Anfang und Ende des Abrechnungszeitraums, und umfasst er höchstens zwölf Monate?
  • Sind die ausgewiesenen Zählerstände und Verbrauchswerte plausibel? Vergleichen Sie sie, wenn vorhanden, mit früheren Abrechnungen und eigenen Ableseprotokollen.
  • Ist der Verteilerschlüssel nachvollziehbar und entspricht er den Angaben im Mietvertrag beziehungsweise den gesetzlichen Vorgaben?
  • Sind Vorauszahlungen und Ihr Anteil richtig angesetzt?

Ein höherer Verbrauch oder eine höhere Nachzahlung ist für sich allein noch kein Beleg für einen Abrechnungsfehler. Auch Witterung, Preise und geänderte Vorauszahlungen können den Betrag beeinflussen. Die konkrete Bewertung hängt von den einzelnen Kostenpositionen und Vertragsangaben ab.

Heizkostenabrechnung: Diese Fristen sollten Mieter prüfen

Verbrauchswerte in der Heizkostenabrechnung verstehen

Die Heizkostenverordnung sieht grundsätzlich eine verbrauchsabhängige Verteilung eines Teils der Heiz- und Warmwasserkosten vor. Je nach Gebäude und den geltenden Ausnahmen wird ein Anteil nach erfasstem Verbrauch verteilt; ein weiterer Anteil kann nach Wohnfläche oder einem anderen zulässigen Maßstab berechnet werden. Schauen Sie deshalb nach, welcher Anteil verbrauchsabhängig abgerechnet wurde und ob die Ablesewerte den richtigen Zeitraum betreffen.

Vergleichen Sie beim Vorjahrescheck möglichst dieselben Angaben: Verbrauch, Abrechnungsdauer, Wohnfläche und Verteilerschlüssel. So lassen sich Abweichungen besser einordnen als durch den Vergleich der Endbeträge allein.

Belegeinsicht verlangen, wenn Angaben offenbleiben

Bleibt eine Position unklar, können Mieter Belegeinsicht verlangen. Fragen Sie den Vermieter oder die Verwaltung schriftlich nach den Unterlagen zur betreffenden Kostenposition und schlagen Sie einen Termin vor. Notieren Sie dabei konkrete Fragen, etwa zu einem Zählerstand, einer Rechnung oder der Berechnung des eigenen Anteils.

Die Verbraucherzentrale empfiehlt, die Abrechnung sorgfältig zu prüfen und bei Fragen Belege einzusehen. Bewahren Sie Abrechnung, Mietvertrag, Zahlungsnachweise und Schriftwechsel auf. Bei einer strittigen Forderung oder einer nahenden Einwendungsfrist kann eine Mieterberatung helfen, den Einzelfall einzuordnen.

Quelle: Gesetze Im Internet

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Deutschland-Redaktion

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