Bremens Langzeitarbeitslose bekommen neue Chancen im Quartier

Eine klassische Schreibmaschine mit einem Blatt Papier, auf dem Job Application steht.

Bremen stellt zunächst rund 1,2 Millionen Euro bereit, damit langzeitarbeitslose Menschen in ausgewählten Stadtteilen an gemeinwohlorientierten Tätigkeiten teilnehmen können. Das neue Arbeitsmarktprogramm „Miteinander aktiv“ soll soziale Kontakte und eine sinnvolle Alltagsstruktur fördern. Der Senat beschloss die Richtlinie am 20. Oktober; starten soll das Modell am 1. Januar 2027.

Begleitete Aktivitäten in ausgewählten Stadtteilen

Das Angebot richtet sich an besonders arbeitsmarktferne Menschen in der Stadt Bremen. Dazu zählen laut Senatorin für Arbeit, Soziales, Jugend und Integration unter anderem Menschen mit längerer Arbeitslosigkeit, gesundheitlichen oder psychischen Belastungen, höherem Alter oder mehreren Vermittlungshemmnissen.

Die Teilnahme ist freiwillig und orientiert sich an den persönlichen Möglichkeiten. Öffentlich geförderte Träger begleiten die Teilnehmenden bei gemeinwohlorientierten Tätigkeiten. Im Vordergrund stehen zunächst Stabilisierung, soziale Teilhabe und Aktivität im Alltag – nicht unmittelbar Beschäftigung oder Qualifizierung. Die Tätigkeiten sollen zugleich bestehende Angebote ergänzen und den Stadtteilen zugutekommen.

Bremens Langzeitarbeitslose bekommen neue Chancen im Quartier

Start als Modellprogramm 2027

„Miteinander aktiv“ soll in Quartieren mit besonderem strukturellem Bedarf umgesetzt werden. Für deren Auswahl dient das Monitoring „Soziale Stadt“. Das Programm ist Teil der Arbeitsmarktstrategie des Landes Bremen für 2025 bis 2027 und wird aus Mitteln des Europäischen Sozialfonds Plus sowie des Landes finanziert.

Die Modellphase läuft zunächst bis zum 31. Dezember 2027. Leistungen der Jobcenter zur Eingliederung in Arbeit haben weiterhin Vorrang; Teilnehmende können auch in andere geeignete Maßnahmen vermittelt werden. Die Arbeitnehmerkammer Bremen und das Institut Arbeit und Wirtschaft sollen das Programm wissenschaftlich begleiten und auswerten. Die Ergebnisse sollen zeigen, wie niedrigschwellige Angebote ab 2028 weiterentwickelt werden können.

Quelle: Free Hanseatic City of Bremen Press Releases

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